Ich kann es kaum erwarten, in weniger als 2 Wochen geht es auch für mich endlich weiter! Nachdem ich das letzte Semester in Brasilien studiert habe und nun 3 Monate zu Hause war und gekellnert habe, wird es allerhöchste Zeit, dass mein Auslandspraktikum beginnt. Von Mitte Oktober bis Weihnachten werde ich ein Praktikum im Deutschen Generalkonsulat / der Ständigen Vertretung Deutschlands bei den Vereinten Nationen in New York, USA absolvieren.

Bewerbung beim Auswärtigen Amt

Der erste essentielle Schritt in der Vorbereitung ist natürlich die Praktikumsbewerbung.  Neben einigen anderen (last minute) Bewerbungen hatte ich mich auch dazu entschieden, es beim Auswärtigen Amt zu probieren. Zum Glück ist ein Auslandspraktikum ja Pflichbestandteil unseres Studiums ‚International Relations and Management‘, womit schonmal die Grundvoraussetzung für eine Bewerbung erfüllt war. Im Online-Bewerbungsportal kann man seine Bewerbung inclusive Motivationsschreiben (Achtung, max. 2000 Zeichen erlaubt!) bearbeiten und Zeugnisse etc. anhängen. Schließlich muss man sich für 9 Standorte (meiner Meinung nach zu wenig Optionen :D) entscheiden (ohne Präferenzen-Ranking), an die man seine Bewerbung schicken will. Ich habe mich dabei auf Englisch- und Französischsprachige Länder beschränkt, da ich meine Sprachkenntnisse auffrischen und verbessern möchte. Als ich mich eigentlich schon für ein anderes Praktikum entschieden hatte, kam Ende April dann überraschenderweise doch noch eine Zusage vom Generalkonsulat New York  – ich konnte es kaum fassen und  freute mich riesig!

Die Wohnungssuche

Eine Wohnung in New York zu finden – das war die nächste Herausforderung! Mir wurde empfohlen, auf jeden Fall im Voraus nach einem Zimmer zu suchen, um überhaupt noch etwas einigermaßen bezahlbares (höhö) zu finden und um mir den Stress parallel zum Praktikum zu ersparen. Das Konsulat hatte mir direkt eine Liste mit Kontakten geschickt, die Zimmer untervermieten. Mir war klar, dass New York ein teures Pflaster ist, vor allem wenn man nicht 1,5 Stunden zur Arbeit unterwegs sein will, aber als ich dann feststellte, dass es kaum Angebote unter ca. 1000€/Monat gab, musste ich doch erstmal schlucken. Ich schrieb einige Leute an, Vieles war jedoch bereits vergeben, aber eine Familie, die ein sehr schönes Zimmer (nicht nur so ein Loch ohne Fenster) vermietete, gab mir eine positive Rückmeldung. Es klingt alles sehr gut: Schön eingerichtetes Zimmer auf Roosevelt Island, von wo aus ich nur ca. 30 min zur Arbeit brauchen werde, ruhige Lage, kostenlose Gym  Mitbenutzung und vergleichsweise ‚günstig‘: 800€/Monat. Natürlich sagte ich zu und bin sehr froh, dass mich die Wohnungssuche nicht mehr belastet.

Visum

Die nächste überaus wichtige Hürde: Visumsbeantragung! Im Nachhinein muss ich sagen, dass es doch unkomplizierter war als gedacht. Anders als für mein erstes USA Visum für ein Auslandsjahr brauchte ich z.B. keine speziellen Impfungen, Tests oder Versicherungsnachweise. Für das A2-Visum habe ich mich an die Pass- und Visastelle des Auswärtigen Amtes gewendet, die mir dann alle wichtigen Infos gegeben haben: Ich musste einen Online-Antrag der U.S.-Botschaft ausfüllen (und dabei die berühmt berüchtigten Fragen à la ‚Sind Sie Mitglied einer terroristischen Organisation?‘ oder ‚Haben Sie jemals Völkermord begangen?‘ beantworten), ein wunderschönes Passfoto machen lassen (Ohren bitte unbedingt sichtbar!) und habe diese Unterlagen dann zusammen mit meinem Reisepass nach Berlin geschickt. Nach vier und nicht – wie angekündigt – sechs Wochen lag dann endlich wieder mein Pass mit dem eingeklebten Visum im Briefkasten! Formal steht nun also nichts mehr im Weg!

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Nicht zu vergessen: Das richtige Outfit

Vom legeren Studentenleben heißt es jetzt für mich: Auf in die ernste Arbeitswelt! Die ausgewaschenen Jeans uns bunten T-Shirts werden zu Hause gelassen – neue Klamotten müssen her! So ging ich also gestern (gefühlt zusammen mit dem ganzen Ruhrgebiet) auf große Shopping-Tour ins Oberhausener CentrO – und kam erfolgreich mit schweren Türen und einem deutlich leichteren Geldbeutel nach Hause.

In der letzten Woche heißt es jetzt wie so oft für mich: To-do-Listen abarbeiten, DM leer kaufen, Koffer packen und noch einmal Oma und Opa besuchen gehen 🙂

 

 

 

One thought on “Der Countdown läuft – die Vorbereitungen sind in vollem Gange”

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