Raus aus Asien und rein in die USA. Nun ging es für mich weiter nach Chicago – die windy City. Eine Stadt, die mir bisher eigentlich nur für ihre herausragende Architektur und ihr breites Angebot an verschiedenen Musikgenres, wie beispielsweise Jazz und Blues, bekannt war. Um in die richtige Stimmung zu kommen, bereitete ich mich also auf meinen Besuch dieser Millionenstadt vor, in dem ich schlichtweg das Lied „Chicago“ von Clueso tagelang rauf und runter hörte. Und meine Erwartungen wurden nicht enttäuscht.

Sobald ich in Chicago ankam, überwältigten mich die Wolkenkratzer und das Spiel zwischen moderner und europäischer Architektur. Bald erfuhr ich jedoch, dass die französisch-wirkenden Fassaden nicht aus der Gründerzeit der USA stammen (wie es zunächst wirkt), da die Stadt 1871 in einem verehrendem Feuer niederbrannte und nahezu alle Bauten höchstens 150 Jahre alt sind. Um die Stadt jedoch älter wirken zu lassen entschieden sich Architekten dazu Wolkenkratzer in der Mode bereits vergangener Jahrzehnte zu errichten. Das Stadtbild ist also nicht authentisch, aber wen stört‘s? Mir gefällt’s!

Die Hochhäuser wirken von den Straßen aus gigantisch und nahezu einschüchternd. Daher entschied ich mich mal die Perspektive zu wechseln und in den 103. Stock des Willis Towers zu fahren, von wo aus ich die Möglichkeit hatte auf diese riesigen Bauten herabzusehen. Besonders das Skydeck war eindrucksvoll. Dort konnte ich auf eine Glasplatte 442 Meter über der Erdoberfläche gehen, was mir das Gefühl gab über der Stadt hinweg zu schweben. Obwohl ich eigentlich keine Schwindelgefühle habe, wurde sogar mir dabei etwas schummrig zu Mute.

Zuletzt ging ich natürlich auch noch in den berühmten Millenium Park, um die „Bohne“ bzw. das Cloud Gate zu bewundern. Auch wenn der Blick vor der Skyline Chicagos weltberühmt ist, gefiel es mir vor allem unter der Skulptur durchzulaufen und die zahlreichen verzerrten Reflexionen über mir zu betrachten.

Chicago, wohl die beeindruckendste amerikanische Stadt, die ich je besuchen durfte. Jedem, der in die USA reist, kann ich nur ans Herz legen sich von ihrer modernen Stimmung betören zu lassen. Und ein Besuch dorthin ist sicherlich ein Muss für jeden Architektur-, Musik- und Kustliebhaber.

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